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Marsalforn liegt im Norden Gozos zwischen den Tafelbergen von Xaghra und Zebbug. Das ehemalige Fischerdorf hat sich zum beliebtesten Badeort der Insel entwickelt. Zahlreiche Appartmentanlagen und Hotels prägen das Ortsbild.Die Bedeutung des Ortsnamens lässt sich von maltesisch „Marsa“ für „Hafen“ und arabisch „lifurna“ für „Schiff“ ableiten. Möglicherweise war aber auch das gozitanische Wort „ferna“ für: „durch das Meer geformte Höhlen“ namensgebend. Auch wenn „forn“ im Maltesischen soviel bedeutet wie „Bäckerei“, ist dieser Herleitungsversuch eher unwahrscheinlich. Am nördlichen Hafen wird es wohl keine Bäckereien gegeben haben. Marsalforn war vor seiner touristischen Erschließung auch als „Ort der drei Hügel“ bekannt. Diese wurden wegen ihres bauchigen Erscheinungsbildes „il-Qolla“, maltesisch für „Krug“, genannt. Auch heute noch kennt man die Ortsbezeichnungen „il-Qolla s-Safra“ („der gelbe Krug“), „il-Qolla l-Bajda“ („der weiße Krug“) und „il-Qolla l-Hamra“ („der rote Krug“). Während il-Qolla Safra heute vollständig verbaut und nicht mehr zu erkennen ist, gehört il-Qolla l-Bajda nahe der Xwejni Battery zu einem der beliebtesten Fotomotive Marsalforns. Il-Qolla l-Hamra hinter Xwejni ist inzwischen fast vollständig erodiert. Marsalforn war lange Zeit der wichtigste Hafen Gozos. Im späten 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts gab es sogar Pläne, die Zitadelle in Victoria aufzugeben und eine neue Stadt bei Marsalforn zu bauen. Obwohl die Ordensritter bereits sämtliche Genehmigungen für den Bau der neuen Stadt hatten, und auch die Finanzierung geregelt schien, scheiterte das Vorhaben: Die gozitanische Bevölkerung weigerte sich, aus Victoria fortzuziehen und einen Extra-Zins für den Bau der neuen Stadt zu zahlen.
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