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Azure Window

Die Attraktionen von San Lawrenz liegen ohne Zweifel am nahe gelegenen Küstenabschnitt Dwejra. Hier findet man das wohl beliebteste Fotomotiv der Insel, das „Azure Window“: Ein gigantischer Felsen von 100 Metern Länge und 20 Metern Höhe, der vom Meerwasser zu einem riesigen Torbogen verformt wurde. Der Durchmesser des Felsenfensters beträgt rund 40 Meter. Indes, das Loch wird fortwährend größer, so dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das Azure Window in sich zusammen stürzen wird.

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Dwejra Bay

Eine der ruhigsten Badebuchten Gozos umrahmt den Fungus Rock. Die Dwejra Bay ist über eine schmale, in den Fels geschlagene Treppe zu erreichen. Eine Bootsrampe führt direkt ins klare, aber sehr tiefe Wasser. Im Sommer gehen hier gerne Yachten und Ausflugsboote vor Anker.

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Dwejra Lake

Der „Inland Sea“ befindet sich ebenfalls an der Küste von Dwejra. In unmittelbarer Nähe zum Azure Window klafft ein fast kreisrunder Meerwasserpool zwischen den Felsen auf, der durch einen engen Tunnel - der 52 Meter langen „Qawra Cave“ – mit dem Meer verbunden ist. An ruhigen Tagen nehmen Fischerboote Touristen mit durch den Tunnel in die offene See. Auch zum Schwimmen eignet sich der Inland Sea gut. Der Kieselstrand ist bei Kindern sehr beliebt.

Dwejra Watch Tower
(Qawra Tower)

Der Dwejra Watch Tower aus dem Jahr 1652 diente unter anderem dazu, den Fungus Rock zu bewachen. Von hier aus wurde Ausschau nach Korsaren gehalten, die immer wieder auf der Insel einfielen. Der Dwejra Tower ist einer der ältesten seiner Art auf Gozo. Im 2. Weltkrieg diente er abermals zur Küstenüberwachung. Erst kürzlich wurde er komplett restauriert.
Öffnungszeiten: jeden ersten Sonntag im Monat
von 9:30 bis 12 Uhr

Blue Hole

Direkt vor dem Azure Window liegt das „Blue Hole“ oder „Zerqa Hole“. Ein ca. 20 Meter tiefer, kreisförmiger Felsen grenzt hier das kristallklare Wasser des Blue Hole vom offenen Meer ab. Am Grund des Lochs befindet sich ein enger Tunnel, der zur offenen See hinausführt. Innerhalb des Blue Hole, das bei Tauchern sehr beliebt ist, gibt es eine mit Sand bedeckte Höhle.

Fungus Rock

Ein Stück weiter südlich ragt der imposante „Fungus Rock“ oder „Gebla tal-General“ 65 Meter hoch aus dem Meer empor. Der Felsen verdankt seinen Namen einer Pflanze, die irrtümlich für einen Pilz gehalten wurde. Unter der Herrschaft der Ritter wurde der Pflanze, die den botanischen Namen Cynomorium Coccineum trägt, heilkräftige Wirkung zugesprochen. Man verwandte sie bei allerlei Gebrechen, unter anderem bei Venenleiden und zum Blutstillen. Unter Großmeister Pinto wurde der Felsen 1744 vom Meer aus unzugänglich gemacht. Der einzige Zugang zum Fungus Rock verlief fortan über einen Seilzug, der zwischen dem Festland und dem Felsen angebracht war. Zudem wurde die Heilpflanze rund um die Uhr von einem Wächter streng bewacht. Noch heute ist die in den Stein geschlagene Wach-Höhle, die „Ghar-el-Ghassa“ auf dem Fungus Rock zu sehen.

Römisches Grab

Knapp oberhalb der Dwejra Bay wurde ein römisches Grab entdeckt, das von einem einzelnen Felsen beschirmt wird. Die historische Fundstätte ist heute ein beliebter Liegeplatz für Badegäste.

Tempelanlage

Reste einer alten Kultstätte wurden am Wardija Point in der Gegend von Tal-Harrux gefunden. Die Tempelanlage am südwestlichsten Zipfel Gozos erstreckt sich über zwei Terrassen auf zwei Ebenen. Die tiefer liegende Terrasse umrahmt einen rechteckigen Tempel, das höher gelegene Areal beherbergt eine von Menschenhand in den Fels geschlagenen Höhle mit einer Zisterne und einem Becken. In einer Nische wurde bei den Ausgrabungen 1960 eine menschliche Figur entdeckt, die die Arme wie zum Flug ausgebreitet hatte. Diese wurde jedoch von Vandalen zerstört. Möglicherweise handelte es sich um eine Abbildung Tanits, einer punischen Gottheit (700 – 300 v. Chr.). Es könnte sich jedoch auch um Funde aus der Karthagischen Zeit (300-100 v. Chr.) handeln. Graffitis, die in die Steine geritzt sind, zeigen einen Eremiten beim Gebet.

Cart Ruts

Diese prähistorischen Zeitzeugnisse finden sich in Dwejra auf dem Weg von der St.-Anna-Kapelle hinauf zu den Felsen, die den Inland Sea vom Meer trennen: die auf Gozo seltenen Karrenspuren, deren tatsächliche Herkunft noch immer ungeklärt ist. Die parallel verlaufenen, schienenartigen Vertiefungen stammen aller Wahrscheinlichkeit nach aus der neolitischen Zeit (5200-4500 v. Chr.).

The Face

Neben einer Reihe von kleineren Grotten, die nur vom Meer aus zu sehen sind, gibt es nahe der Küste Dwejras noch zwei weitere interessante Felsformationen: Fährt man mit dem Boot hinaus aufs offene Meer, ist links neben den Eingang zum Inland Sea eine Felswand zu sehen, die gemeinhin als „The Face“ bezeichnet wird. Die Wand sieht tatsächlich aus wie ein Gesicht mit Augen, Nase und Mund. Zwischen dem Azure Window und dem Fungus Rock taucht zudem der weitaus kleinere „Crocodile Rock“ zwischen den Wellen auf. Er trägt seinen Namen aufgrund seiner unverkennbaren Krokodil-Form.

Sonnenuntergang

Last but not least ist Dwejra wegen seiner spektakulären Sonnenuntergänge bekannt, die Dichter und Maler gleichermaßen inspiriert haben.

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